Multiverse Backup
Die Hackerszene
Hintergrundinformationen über die Hackerszene
#1
Geschichtliche Informationen
Die Hackerszene aus dem Bereich der Computersicherheit geht historisch zurück auf Phreaking, eine Subkultur, die sich mit der Manipulation von Telefonverbindungen auseinandersetzt, was insbesondere die Möglichkeit bietet, Telefonkonferenzen zu schalten und kostenlose Telefongespräche zu führen. Die Wurzeln dieser Subkultur reichen zurück bis Mitte der 1840er Jahre, als die ersten größeren Telegrafennetze in Betrieb gingen; über 30 Jahre später gefolgt von den ersten Telefonnetzen. Technikbegeisterte Operatoren aus dieser Zeit nutzten ihr Wissen, um das Netz für ihre eigenen Zwecke zu verwenden. Sie gehören zu den Vorläufern jener Hacker. Die Praktiken des Phreaking entwickelten sich allerdings erst mit Aufkommen automatischer Vermittlungsstellen der Telefongesellschaften und erreichten ihren Höhepunkt in den 1970er bis Mitte der 1990er Jahre. Sie blieben nicht mehr den Operatoren vorbehalten, sondern wurden vor allem von eingeweihten Endkunden genutzt.

Weiterentwickelt hat sich diese Kultur im Rahmen der Mikrocomputer-DFÜ-Szene der 1980er. Allmählich begann die Entwicklung von Computernetzwerken und die Telefongesellschaften wendeten sich computergesteuerten Telefonanlagen zu. Ein Teil der Telefonhacker entwickelten sich daraufhin zu Hackern der digitalen Computernetzwerke. So entstand die Kultur der Netzwerkhacker oder allgemeiner die Kultur der Hacker auf dem Gebiet der Computersicherheit. Phreaking wurde auch zum Zwecke des Eindringens in fremde Computer betrieben, um die hohen Telefonkosten für langandauernde DFÜ-Verbindungen nicht tragen zu müssen. In diesem Zusammenhang dienten die Praktiken des Phreaking auch dazu, eine Rückverfolgung solcher Aktivitäten zu erschweren.


Blue Box (Phreaking)
Eine Blue Box ist eine elektronische Schaltung, mit der ein 2600-Hertz-Ton produziert werden kann. Dieser Ton wurde von CCITT-v5-kompatiblen Vermittlungsstellen (z. B. in den Vereinigten Staaten, Japan und Frankreich) benutzt, um sich untereinander Gesprächsweiterleitungen anzuzeigen. Beim Phreaking wurden damit kostenlose Telefonate erschlichen. Modernere Vermittlungstechnik lässt das Blue Boxing nicht mehr zu.

Entdeckt wurde das Blue Boxing von Joe Engressia. Engressia entdeckte durch Zufall, dass er durch Pfeifen eines viergestrichenen E kostenlose Telefonate führen konnte. Dieser Ton wurde von der damaligen Telefongesellschaft der 1960er Jahre AT&T benutzt, um die Leitungsbelegung zu regeln. Der Bastler John T. Draper erweiterte die Methode mit eigenen Kenntnissen stark und machte daraus unbewusst eine Subkultur des Hackens. John T. Draper nannte sich später „Captain Crunch“, weil der 2600-Hz-Ton auch mit einer Plastikpfeife aus einer Tüte Cap’n-Crunch-Frühstücksflocken erzeugt werden konnte. Er wurde kurze Zeit später vom FBI verhaftet und in Folge zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Nachdem bei einem Telefongespräch die Gegenstelle aufgelegt hatte, stoppte das 2600-Hz-Signal den Gebührenzähler und eine kostenlose neue Verbindung konnte gewählt werden. Später baute John T. Draper sogenannte Multi-Frequenz-Geräte, mit denen er weitere Töne generieren konnte. Sie wurden zunächst MF-Boxen genannt. Als Draper eine der ersten MF-Boxen dem blinden Jungen Joe schenkte, wollte der die Farbe wissen. Weil John T. Draper den Frequenzgenerator in eine alte blaue Kiste eingebaut hatte, bestand Joe darauf, das Gerät Blue Box zu nennen. Später setzte sich der Begriff Blue Box auch als Bezeichnung für die Methode selbst durch und wurde weltweit als Blue Boxing bekannt.

Neben der Blue Box gab es später noch eine ganze Reihe anderer sogenannter Color Boxes. So gab es die Red Box, mit der man kostenlos aus Telefonzellen telefonieren konnte, indem sie die Töne nachahmte, die auf den Münzeinwurf folgen. Weitere Geräte waren die Aqua Box, die Telefonrückverfolgungen störte, und die Rock Box, die benutzt wurde, um Musik durch das Telefonnetz zu übertragen.
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#2
Allgemeine Informationen
Das vom The Mentor geschriebene Hacker-Manifest ist wohl das berühmteste der Welt. Es stammt aus dem Jahre 1986 - genauer gesagt wurde es am 08. Januar 1986 von "The Mentor" in den USA veröffentlicht. Er versuchte damit seine anarchistische Ideen und seine Auffassung über die Weltöffentlichkeit und die Staatsorgane aufzuzeigen und zu veröffentlichen. Seither gilt es als Leitfaden und Richtlinien der größten Hacker-Vereinigungen wie zum Beispiel "Astalavista" oder der "CCC" - "Chaos Computer Club" - die zudem strikt auf ihre Einhaltung achten. Doch nicht nur die Vereinigungen halten sich an diese Regel die mittlerweile zu einem Codex aufgestiegen sind. Nein auch die kleinen, unbekannten Hacker richten sich danach und sind meist zu tiefst bestürzt wenn man sie als Kriminelle bezeichnet.

Ein Hacker würde niemals einen Virus oder Wurm schreiben und ihn auf die gesammelte Menschheit loslassen. Hacker vertreten die Philosophie des Full Disclosure.



Die Philosophie des Full Disclosure
Wenn im Wald ein Baum zu Boden fällt, gibt es ein Geräusch, obwohl niemand in der Nähe ist, der es hören könnte. Wenn aber ein Computernetzwerk eine Sicherheitslücke hat und niemand darüber informiert ist, ist das Netzwerk dann unsicher? Im ersten Fall würden sich vielleicht noch einige philosophische Hardliner dazu hinreißen lassen, Gegenargumente zu finde, aber im zweiten Fall kann man nicht so sicher sein.

Ein Netzwerk mit einer Sicherheitslücke ist für alle unsicher, die von der Sicherheitslücke wissen. Wenn niemand diese Sicherheitslücke kennt - wenn es sich dabei um eine bisher unentdeckte Sicherheitslücke handelt - ist das Netzwerk sicher. Wenn nur eine Person die Schwachstelle kennt, ist das Netzwerk für diese Person unsicher, aber für alle anderen sicher. Wenn der Hersteller der Netzwerkgeräte die Schwachstelle kennt... Wenn Sicherheitsexperten die Schwachstelle kennen... Wenn der Hacker-Untergrund die Schwachstelle kennt... Mit der zunehmenden Verbreitung von Informationen über eine Schwachstelle steigt auch die Gefahr für das Netzwerk.

Oder auch nicht. Die Schwachstelle existiert unabhängig davon, ob sie jemand kennt oder nicht. Die Veröffentlichung einer Schwachstelle macht das Netzwerk unsicher. Wenn Sie das meinen, bringt Sie das Wissen über eine Sache mit der Sache an sich durcheinander. Die Veröffentlichung beeinflusst zwar die Wahrscheinlichkeit eines Angriffes, hat aber keinen Einfluss auf die Schwere der Schwachstelle. Die Veröffentlichung einer Schwachstelle führt außerdem dazu, dass man sich gegen diese verteidigen kann. Ein Angreifer kann eine Schwachstelle nicht ausnutzen, wenn er sie nicht kennt: Genauso wenig kann sich ein Verteidiger gegen eine Angriffstechnik schützen, die er nicht kennt.

Wenn es also der Sicherheit dient Schwachstellen zu verheimlichen, ist der dadurch entstehende Schutz sehr zerbrechlich. Wenn man versucht, Schwachstellen geheim zu halten, funktioniert das nur solange sie geheim bleiben – aber in unserer Informationsgesellschaft ist alles auf die Verbreitung von Informationen ausgerichtet. Manche Menschen verraten Geheimnisse aus Versehen, andere wiederum verbreiten sie absichtlich. Manchmal lasssen sich Geheimnisse aus anderen Informationen herleiten. Sicher ist nur eines – ist ein Geheimnis erst mal bekannt geworden, kann es nie wieder geheim gehalten werden.

Eine Sicherheit, die auf der Veröffentlichung von Schwachstellen basiert, ist robuster. So erfahren die Angreifer zwar von der Sicherheitslücke, aber sie hätten so oder so davon erfahren. Je mehr Menschen über eine Sicherheitslücke informiert sind, um so besser stehen die Chancen, dass eine Lösung gefunden wird. Wenn man sich konform zum natürlichen Fluss der Informationen verhält, statt sich dagegen zu stemmen, kann dies im Sinne der Sicherheit sein.

Diese Philosophie ist die Basis der >>Full Disclosure<<-Lobby. Es wird im Bezug auf Schwachstellen eine offene Informationspolitik vertreten, was im Laufe der letzten Jahre zu einer Verbesserung der Internet-Sicherheit geführt hat. Softwarehersteller, die mit Forschungsergebnissen und Angriffscodes konfrontiert werden, können nicht mehr ohne Weiteres die Existenz von Schwachstellen in ihren Lösungen verleugnen. Das Internet ist zwar immer noch furchtbar unsicher, aber es wäre noch viel schlimmer, wenn alle Sicherheitsprobleme vor der Öffentlichkeit verborgen blieben.



Die ethischen Grundsätze des Hackens
⇒ Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein

⇒ Alle Informationen müssen frei sein

⇒ Mißtraue Autoritäten - fördere Dezentralisierung

⇒ Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut und nicht nach üblichen Kriterien wie Aussehen, Alter, Rasse, Geschlecht oder gesellschaftlicher Stellung

⇒ Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen

⇒ Computer können dein Leben zum Besseren verändern

⇒ Mülle nicht in den Daten anderer Leute

⇒ Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen
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#3
Begriffsdefinitionen
Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs „Hacker“ lautet: „Eine Person, die schnell Text in einen Computer eingeben kann“. Daher kommt der Begriff „Hacker“ mehr aus dem Sinn des „Code-Hacks“, zu deutsch, „Quellcode auf der Tastatur einhacken“ (hacken = tippen).

Allerdings hat sich der Begriff „Hacker“ in den vergangenen Jahren immer weiter von seiner ursprünglichen Bedeutung entfernt. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden als Hacker die Personen bezeichnet, welche sich unerlaubter Weise Zugang zu fremden Computer oder Webseiten verschaffen. Diese Verallgemeinerung ist somit nicht nur falsch, sondern wirft auch ein falsches Licht auf die Szene. In der Szene selbst haben sich unterschiedliche Begriffe für die unterschiedlichen Kategorien eingebürgert.


White Hats
Ein White Hat Hacker überwindet aus nicht-böswilligen Gründen ein Sicherheitssystem. Gründe hierfür sind: Überprüfung des eigenen Sicherheitssystems oder er arbeitet für eine Firma, welche Sicherheitsprogramme herstellt und sie auf Schwachstellen prüfen möchte. Als White Hats werden im Internetslang Hacker bezeichnet, welche ethischen Grundsätze folgen. Ihr Bestreben ist es also nicht, in fremde Systeme einzudringen, um sich Daten anzueignen oder um einfach zur zu Zerstören.


Black Hats
Als Black Hats werden Hacker bezeichnet, welche aus niederen Gründen wie Mutwilligkeit oder aufgrund von persönlichem Gewinn, in fremde Systeme eindringen. Wenn die Allgemeinheit von Hacker spricht, so sind in den meisten Fällen diese Black Hats gemeint. Die Zusammenfassung von allem, was die Öffentlichkeit im Bezug auf Computerverbrechen fürchtet. Black Hats dringen in Sicherheitsnetzwerke ein um zu zerstören, um Daten zu modifizieren oder um Daten zu stehlen. Aber sie brechen auch ein, um ein Netzwerk für den Anwender komplett unbrauchbar zu machen. Ein weiterer Begriff für die Black Hats in der Szene oder auch von modernen Programmierer lautet „Cracker“. Cracker behalten die Kenntnisse über Schwachstellen für sich anstatt, wie die White Hats, diese der Öffentlichkeit kund zu tun oder aber den Hersteller zu informieren, damit dieser die Schwachstelle in einem Patch beheben kann. Black Hats setzen die individuelle Freiheit und Zugangsmöglichkeit über den Datenschutz und die Sicherheit. Sobald sie die Kontrolle über ein System erhalten haben, können sie Patches oder Fixes dazu nutzen, um auch weiterhin Kontrolle über das System ausüben zu können.


Grey Hats
Ein Grey Hat Hacker bewegt sich zwischen einem Black Hat und einem White Hat. Gelegentlich brechen sie in Systeme ein, nur um den Admin daraufhin informieren zu können und gelegentlich nutzen sie auch Sicherheitslücken für persönliche Zwecke aus. Allerdings liegt ihnen der zerstörerische Aspekt der Black Hats fern.


Blue Hats
Als Blue Hats werden Hacker bezeichnet, die von Firmen beauftragt wurden, ein System oder eine Software auf mögliche Schwachstellen und Fehler zu überprüfen, ehe es veröffentlicht wird.


Script Kiddie
Ein Skript Kiddie (ebenfalls Skid oder Skiddie) ist ein unerfahrener Hacker, der mit Hilfe von automatisierten Skripten von anderen (meistens von Black Hats) in Computersysteme eindringt. Oder sie benutzen Programme um Registrierungskeys zu fälschen und somit aus Testversionen funktionstüchtige Vollversionen zu machen. In den meisten Fällen ohne dabei das zu Grunde liegende Konzept zu verstehen. Auch wenn hier von Kiddie gesprochen wird, ist dieser Begriff keinesfalls auf das tatsächliche Alter zu beziehen, sondern auf das mangelnde Wissen und die fehlende Erfahrung.


Neophyte
Ein Neophyte (Auch Newbie oder Noob) ist jemand, der neu auf dem Gebiet des Hackens ist. Er ist noch recht grün hinter den Ohren und verfügt über so gut wie kein Wissen oder Erfahrung darüber, mit welchen Techniken gearbeitet wird oder wie sie funktionieren.


Cracker
Als Cracker werden im allgemeinen die Kategorie von Hacker bezeichnet, welche Programme 'knacken' um sie auch ohne Registrierung nutzbar zu machen. In vielen Dingen überschneidet sich das Tätigkeitsfeld der Cracker mit dem der Black Hats, so dass oftmals ein und dieselbe Personengruppe gemeint ist. Allerdings wehren sich die Black Hats als Cracker bezeichnet zu werden.
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#4
Hacker Manifest - Englisches Orginal
Another one got caught today, it's all over the papers. "Teenager Arrested in Computer Crime Scandal",
"Hacker Arrested after Bank Tampering"...

Damn kids. They're all alike.

But did you, in your three-piece psychology and 1950's technobrain,ever take a look behind the eyes of the hacker? Did you ever wonder what made him thick, what forces shaped him, what may have molded him? I am a hacker, enter my world... Mine is a world that begins with school... I'm smarter than most of the other kids, this crap they teach us bores me...

Damn underachiever. They're all alike.

I'm in junior high or high school. I've listened to teachers explain for the fifteenth time how to reduce a fraction. I understand it. "No, Ms. Smith, I didn't show my work. I did it in my head..."

Damn kid. Probably copied it. They're all alike.

I made a discovery today. I found a computer. Wait a second, this is cool. It does what I want it to. If it makes a mistake, it's because I screwed it up. Not because it doesn't like me... Or feels threatened by me... Or thinks I'm a smart ass... Or doesn't like teaching and shouldn't be here...

Damn kid. All he does is play games. They're all alike.

And then it happened... a door opened to a world... rushing through the phone line like heroin through an addict's veins, an electronic pulse is sent out, a refuge from the day-to-day incompetencies is sought... a board is found.
"This is it... this is where I belong..." I know everyone here... even if I've never met them, never talked to them, may never hear from them again... I know you all...

Damn kid. Tying up the phone line again. They're all alike...

You bet your ass we're all alike... we've been spoon-fed baby food at school when we hungered for steak... the bits of meat that you did let slip through were pre-chewed and tasteless. We've been dominated by sadists, or ignored by the apathetic. The few that had something to teach found us willing pupils, but those few are like drops of water in the desert. This is our world now... the world of the electron and the switch, the beauty of the baud.
We make use of a service already existing without paying for what could be dirt-cheap if it wasn't run by profiteering gluttons, and you call us criminals.
We explore... and you call us criminals.
We seek after knowledge... and you call us criminals.
We exist without skin color, without nationality, without religious bias... and you call us criminals.
You build atomic bombs, you wage wars, you murder, cheat, and lie to us and try to make us believe it's for our own good, yet we're the criminals.

Yes, I am a criminal. My crime is that of curiosity. My crime is that of judging people by what they say and think, not what they look like. My crime is that of outsmarting you, something that you will never forgive me for.

I am a hacker, and this is my manifesto.
You may stop this individual, but you can't stop us all... after all, we're all alike.

Autor: +++The Mentor+++
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#5
Hacker Manifest - Übersetzung
Heute wurde schon wieder einer erwischt, es ist in allen Zeitungen: "Jugendlicher wegen Datendiebstahl verhaftet!", "Hacker brach in Bankrechner ein"...

Verdammte Kids. Die sind doch alle gleich.

Aber hast du jemals, mit deiner billigen Alltagspsychologie und deinem veralteten Technikwissen von 1950, dich in einen Hacker hineinversetzt? Hast du dich jemals gefragt was ihn steuert, welche Kräfte ihn geformt haben, was ihn zu dem gemacht hat, was er jetzt ist?

Ich bin ein Hacker, komm in meine Welt...

Meine Welt fängt mit Schule an... ich bin intelligenter als die meisten in meiner Klasse, die ganze Kacke die wir beigebracht kriegen, langweilt mich...

Scheiss desinteressierte Gören. Die sind doch alle gleich.

Ich bin in der High School. Ich habe den Lehrer jetzt schon zum fünfzigsten Mal erklären hören, wie man einen Bruch kürzt. Ich habs kapiert!! "Oh nein, Frau Lehrerin, ich hab die Rechnung nicht ausführlich hingeschrieben, ich habs nämlich im Kopf gemacht!"

Freches Gör. Hats wahrscheinlich abgeschrieben. Die sind doch alle gleich.

Ich habe heute eine Entdeckung gemacht. Ich habe einen Computer gefunden. Hey, warte mal, das hier is cool. Es macht was ich sage. Wenn es einen Fehler macht, ist es weil ich Mist gebaut hab... nicht weil es mich nicht leiden kann...oder es sich von mir bedroht fühlt... oder denkt ich sei einfach nur ein smartes Arschloch... oder weil es keine Lust hat hier zu sein und zu unterrichten...

Oh dieser Teenager. Alles was er macht ist herumspielen. Die sind doch alle gleich.

Und dann ist es passiert... eine Tür zu einer anderen Welt öffnete sich... durch Telefonleitungen schießen wie Heroin durch die Adern eines Süchtigen, ein elektronischer Impuls wird losgeschickt, auf der Suche nach einer Zuflucht vor der alltäglichen Kraftlosigkeit... ein Ziel ist gefunden: "Das ist es... hier fühle ich mich zuhause..."
Ich kenne jeden hier...auch wenn ich nie einen getroffen, nie mit einem geredet habe, ich werde es vielleicht auch nie tun... und doch kenne ich euch alle...

Dieser Teenager wieder. Hält schon wieder die Telefonleitung besetzt. Die sind doch alle gleich...

Du kannst deinen Arsch verwetten, dass wir alle gleich sind... Wir wurden in der Schule mit "Baby-Futter" gefüttert, als wir nach Steaks lechzten... die paar Stückchen Fleisch die wir dann doch bekommen haben waren entweder vorgekaut oder ungenießbar. Wir wurden von Sadisten regiert, oder von apathischen Langweilern ignoriert. Die paar die uns etwas beizubringen wussten, fanden in uns willige Schüler, doch es waren so wenige wie Regentropfen in der Wüste. Dies ist unsere Welt... die Welt des Elektrons, die Schönheit des Baud. Wir nutzen einen Dienst der schon lange existiert, ohne dafür zu bezahlen.
Dieser Dienst könnte spottbillig sein, wenn die Macht darüber nicht in den Händen kapitalistischer, geldgeiler Haie liegen würde... und IHR nennt UNS Verbrecher!
Wir erkunden... und ihr nennt uns Verbrecher. Wir sind auf der Suche nach Wissen... und ihr nennt uns Verbrecher.
Wir existieren ohne Hautfarbe, ohne Nationalität und ohne religiöse Vorurteile... und ihr nennt uns Verbrecher.
Ihr baut Atombomben, zettelt Kriege an, ihr tötet, betrügt und lügt uns an... und dann versucht ihr uns einzureden, es sei nur um unseretwillen, und trotzdem sind wir die Verbrecher.

JA, ich bin ein Verbrecher. Mein Verbrechen ist Neugier. Mein Verbrechen ist, daß ich die Menschen danach beurteile was sie sagen, und nicht nach ihrem Aussehen. Mein Verbrechen ist, dass ich smarter bin als ihr, etwas das ihr mir nie verzeihen werdet. Ich bin ein Hacker und dies ist mein Manifest.

Ihr könnt zwar dieses Individuum stoppen, aber es wird euch nie gelingen uns alle aufzuhalten... Letztendlich sind wir alle gleich.

Autor: +++The Mentor+++
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#6
Rollenspielspezifische Informationen
In der Szene gibt es verschiedene kleinere Gruppierungen. Während sich die einen an die ethnischen Grundsätze halten und ihre Fähigkeiten lediglich dazu einsetzen sich einen kleinen persönlichen Vorteil oder einen persönlichen Nutzen zu verschaffen, aber nicht mit dem Hintergrund jemand anderen zu schaden, so ist genau das das Ziel anderer. Ihr Ziel ist es in andere Systeme einzudringen und dort den größtmöglichen Schaden anzurichten. Nur wenn das andere System am Boden liegt ist das in ihren Augen ein Erfolg. Die Hacker, die eben nicht zerstören, sind in ihren Augen Lamer. Aber wie gut dass diese Gruppierung nur einen kleinen Teil der Szene ausmacht.

Auch wenn die verschiedenen Gruppierungen alle ihren speziellen Weg verfolgen und man sich nicht immer ganz grün ist, so würde niemals einer den anderen verraten. Sobald das Gesetz mit ins Spiel kommt, so ziehen alle an einem Strang. Zusammenhalt und Diskretion sind das A&O in dieser Szene. Fremde und Neulinge werden zwar herzlich willkommen geheißen, aber in erster Linie misstraut man ihnen. Immerhin kann jeder Neuzugang ein potentieller Gesetzeshüter sein.



Rollenspielspezifische Spezialisierungen
Coder
Als „Coder“ wird hier die Personengruppe bezeichnet, welche sich mit dem Schreiben von Programmen befasst. Seien es Viren, Trojaner oder auch Keylogger. Aber auch das Schreiben von sich selbst reproduzierbaren Programmen fällt in den Aufgabenbereich eines Coders, wozu natürlich auch die Würmer gehören.


Krypto
Die Kryptologen unter den Hacker beschäftigen sich mit dem Schreiben von Verschlüsselungsalgorithmen, sowie mit dem Knacken von eben jenen. Ihre Lieblingsbeschäftigung ist das Knacken von Passwörter, um in Systeme eindringen zu können. Aber auch das Knacken von verschlüsselten Nachrichten und Datenpaketen gehört zu ihren Einsatzgebiete. Je schwieriger der vorliegende Algorithmus ist, desto größer der Spaß an der Arbeit.


Exploiter
Diese Personengruppe tut eigentlich den lieben langen Tag nichts anderes als sich auf die Suche nach Lücken im Programmcode zu begeben. Kleine Türchen durch die sie ohne größeren Aufwand in ein System gelangen können. Aber auch Türchen in Software werden von Exploiter gerne genutzt, um die Software den eigenen Wünschen oder Vorstellungen anzupassen.


Spoofer
Zu den Aufgaben eines Spoofers gehört es die Spuren zu verwischen, welche die anderen hinterlassen. Dabei täuscht er eine falsche Identität vor oder leitet das Signal über verschiedene Rechner weiter, was eine Verfolgung massiv erschwert. Gerade wenn größere Aktionen geplant sind, ist ein Spoofer unabdingbar. Er hält den anderen den Rücken frei und beschäftigt die Schnüffler des FBIs, der NSA, sowie die Angestellten des Ziel solange, bis der Rest der Gruppe ihre Arbeit getan hat.
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